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Türöffnungswerkzeuge

Die Notfalltüröffnung gewinnt mehr und mehr die Oberhand bei der technischen Hilfeleistung von Feuerwehren. Dabei gibt es verschiedene Werkzeuge für eine Vielzahl anzuwendender Methoden, je nach vorliegendem Einsatzszenario.

Was ist eine Notfalltüröffnung?
Unter einer Notfalltüröffnung versteht man das gewaltsame Eindringen in eine verschlossene Wohnung, auf Grund einer dort vorliegenden Notfallsituation.
Diese kann zum einen eine in Not geratende Person sein, zum anderen aber auch Umstände, wie beispielsweise ein Brand oder ein Wasserohrbruch.
Wird in einer Wohnung eine hilflose oder in Not geratene Person vermutet, alarmiert die Leitstelle des Kreises Wesel die zuständigen Einsatzkräfte der Feuerwehr Xanten und den Rettungsdienst mit dem Stichwort „Person in verschlossener Wohnung“.
In der Regel handelt es sich dabei um Hausunfälle, akute Erkrankungen oder aber Suizide / Suizidversuche.


Welche Methoden gibt es?
Neben dem klassischen „Eintreten“ der Türe gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die ein Öffnen der Türe mit geringerem Schaden ermöglichen.
Abgesehen vom erheblichen Schaden ist außerdem die Gefahr sehr groß, dass sich die verunfallte Person direkt hinter der Türe befindet.
Diese würde durch das Eintreten eventuelle in Mitleidenschaft gezogen werden.
Daher wurden über die vergangenen Jahre einige Methoden und Gerätschaften entwickelt, eine Türe mit geringen Aufwand und Schaden öffnen zu können.
In manchen Fällen ist der Zugang über einen zweiten Rettungsweg (Fenster oder Balkon) einfacher, deshalb wird auch immer die Drehleiter zur Einsatzstelle mitgeführt.

Die Feuerwehr Xanten hält neben dem üblichen Ziehfix auch einige verschiedene Türöffnungsdrähte, eine Zylinderfräse, ein Knackrohr für Schließzylinder und ein Werkzeug zur Öffnung von gekippten Fenstern vor.

Seit neuestem drohen aber auch Gefahren bei der Türöffnung. So kommt es bei Suiziden bzw. Suizidversuchen häufiger vor, dies mittels eines Holzkohlegrills und dem dadurch entstehenden Kohlenstoffmonoxid durchzuführen.
Dies ist für die Einsatzkräfte nicht erkennbar, da Kohlenstoffmonoxid ein geruchloser und unsichtbarer Stoff ist.
Beim Verdacht eines solchen Vorfalls wird daher, vorher mit einem Messgerät die Umgebungsluft kontrolliert und ggf. die Einsatzkräfte unter Atemschutz in die Wohnung geschickt, um eine Eigengefährdung auszuschließen.

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